Eine geile Zeit geht zu Ende und nur schweren Herzens werde ich mich morgen (Dienstag den 17.01.2012 um 13:15 Uhr) von meiner zweiten Heimat Napier trennen :-(
Nachdem der Tobi ja Ende November abgreiest ist, hat's mich ein 3. Mal in das Art-Deco-Paradies Napier verschlagen, wo ich mir ja eigentlich Arbeit erhofft hatte.Aber daraus wurde leider nichts. Nicht wirklich jedenfalls. Wegen der Sommerferien und der Weihnachtsfeiertage waren alle Jobs in der Stadt (Supermärkte, etc.) schon vergeben und für Fruit-Picking-Jobs hätte man ein Auto gebraucht. Naja und da ich leider meinen Goldesel daheim vergessen hatte und mir keinen vernünftigen Wagen leisten konnte, musste ich auf (bezahltes) Arbeiten verzichten! Die meiste Zeit jedenfalls. Vier Tage lang durfte ich aber auf der Farm der Hostelbesitzerin für kostenlose Unterkunft arbeiten. Ob Auto waschen/wachsen und Unkraut jäten oder Pferdeäpfel aufsammeln und Garage ausmisten, Christian durfte alles mal machen. 1. Neuseeländer können sich nur schwer von ihrem Eigentum trennen. Auch wenns kaputt und/oder unbrauchbar ist, lieber irgendwo verstauen als wegschmeißen. Das ganze resultiert dann in überfüllten Dachböden und Garagen. Aber was für ein Glück, dass es so viele arbeitsfreudige Backpacker gibt; somit erledigt sich das Messi-Problem wie von selbst.
Interessante Anekdote zu dem Thema:
Als erste Aufgabe wure mir das Ausmisten der Garage ans Herz gelegt. Die "Garage" (im Folgenden Spielhöhle genannt) diente hierbei als Spielzimmer für die zahlreichen Kinder der Familie (5?); und da Kinder ja bekannt dafür sind, dass sie nach dem Spielen immer aufräumen, musste ich auch gar nicht viel machen.
Zwischenzeitlich hab ich mich noch gewundert seit wie vielen Jahren die Spielhöhle nicht mehr bewohnt war, da neben 3cm dicken Staubschichten auch zahlreiche Spinnen (nein ich habe keine gesehen, allerdings sind Spinnweben doch immernoch Anzeichen für anwesende Spinnen, nicht wahr?) die Höhle ihr Eigen nannten.
Nun ja, drei Stunden später war jedenfalls grob all das Spielzeug aus dem Weg geräumt (auch wenn ich mich frage was Kinder mit einem Taucheranzug für Erwachsene anfangen) und ich wurde für meine Arbeit gelobt. Schließlich meint Dzidrah, die Hostelbesitzerin (nein sie kommt nicht aus Indien), zu ihrer Reiterkollegin (Dzidrah organisiert Horse-Trecks), dass sie ja überhaupt nicht verstehen kann warum die Kinder nicht mehr in der Spielhöhle spielen wollen, schließlich sind hier ja all die Spielsachen. Einer der wenigen Momente in meinem Leben, in dem ich mich mit Kindern solidarisch erklärt habe und mir dachte: "Ja ich habe es als kleiner Junge auch geliebt mit verstaubten und versponnenen Spielsachen zu spielen und kann gar nicht verstehen warum sich hier drinnen niemand aufhalten will! *Ironie Ende*"
2. Neuseeländer lieben deine Arbeit und sagen dir, dass sie noch viel mehr für dich zu tun haben, damit du, solange du hier bist, auch keine Unterkunft bezahlen musst. Schließlich bleibt es nur bei den Worten. Awesome! Awesome! AWESOOOOME!!! Argh!!!
3. Pferdeäpfel sammeln ist gar nicht so schlimm...sagte er und begegnete Pferdedurchfall...
Weinachten war dann schon so ne Sache für sich. Leichte Anflüge von Heimweh, einer Organisation, die eine Woche vor Weihnachten schließt (und erst eine Woche nach Silvester wieder aufmacht) obwohl sie dir noch deine Weihnachtspakete schicken soll und äußerst seltsamen Zimmergenossen haben die Stimmung etwas getrübt. Aber nach einem ausgiebigen Christmas-Dinner waren auch schon alle Sorgen wieder verflogen.
Und dann wars auch schon soweit: Silvester, wuhu!!! Das letzte Jahr der Menschheit ist angebrochen :-D
War aber nich so der Hit: hat geregnet und nach einem zehnminütigen Feuerwerk war der ganze Zauber auch schon wieder vorbei...
Seitdem hat sich nicht mehr viel ereignet. Es war heiß aber nicht durchgehend. Es war auch mal schön windig und hat auch öfters mal richtig geschüttet. Alles in allem zufriedenstellend.
Eigentlich wollte ich ja schon viel früher weiterreisen, aber ich musste ja noch auf meine restlichen Päckchen warten...so hab ich mir die Zeit mit Strand- und Wasserfalltagen und sehr viel Lesen vertrieben. Jaja richtig: Christian liest und schaut keine Filme!
Naja und morgen gehts dann nach Wellington und am Mittwoch auf die Südinsel...
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| Von links nach rechts: Vicci, Sarah, Amai, Ich, Jenny |
| Random Finnish Girl, Steph, Jenny |
| Ja mann, ich hab' den deutschen Bäcker endlich gefunden :-D |



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